Ziegel werden schon seit über 5.000 Jahren zum Bauen verwendet. Die wachsenden Ansprüche an Wärmedämmung und Wohnraumklima haben diesen bewährten Traditionsbaustoff aus Lehm und Ton in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert:
Aufgrund des Anstiegs der Energiepreise und der gleichzeitigen Forderung nach einer Reduzierung der CO2-Belastung der Luft müssen Wandbaustoffe mehr Wärmeschutz und Wärmedämmung übernehmen.
Weil bekanntlich eingeschlossene Luft am besten dämmt, bekam der Ziegel zunächst Löcher. Später wurde die Tonmasse zusätzlich mit Sägemehl oder zum Teil auch mit Kügelchen aus Styropor®, heute auch mit Papierfaserstoffen und reinen Sägespänen vermischt, die anschließend beim Brennen mit Temperaturen über 1.000 Grad restlos verbrennen und in der Ziegelmasse winzige Hohlräume und Luftblasen zur Verbesserung der Dämmung hinterlassen.
Planziegel werden heute nach neuestem Stand der Technik produziert. Die natürlichen Zusätze verbrennen im Brennofen bei den hohen Temperaturen restlos. In aufwändigen thermischen, regenerativen Nachverbrennungsverfahren werden Schadstoffe heraus gefiltert ohne gesundheitsschädliche Rückstände zu hinterlassen.
Das Ergebnis sind winzige Poren und Hohlräume im Ton. Die darin eingeschlossene Luft beeinflusst die Wärmeeigenschaften des Ziegelmaterials und trägt zu dessen wärmetechnischen Eigenschaften bei.
Das ist aber noch nicht alles: Die exakt berechneten Löcher und Stege - also das endgültige Lochbild der Planziegel – wird beim Pressen der noch weichen Tonmasse zum fertigen Ziegel erzielt. Nach dem Brennen bildet das Lochbild aus zahlreichen Kammern und Stegen die charakteristische Struktur des Ziegels. Diese Struktur beeinflusst die wärmetechnischen Eigenschaften des Baustoffs und trägt zu seiner Fähigkeit bei, Wärme aufzunehmen und zeitverzögert wieder abzugeben. Gleichzeitig verschafft diese Ziegelstruktur den Planziegeln eine hohe Druckfestigkeit und Stabilität.
Ziegel verdienen das Prädikat „ökologisch vernünftig” mit Recht: